
16.05.2026 50 Jahre Sonnentage Sasbach
Die 50. Sasbacher Sonnentage haben gezeigt, wie aktuell die Idee einer regionalen und unabhängigen Energieversorgung heute wieder ist. Rund 100 Besucherinnen und Besucher kamen zusammen, um auf fünf Jahrzehnte Sonnentage zurückzublicken – und gleichzeitig den Blick nach vorne zu richten.
Bürgermeister Nikolas Kopp eröffnete den Abend mit einem Rückblick auf die Geschichte der Sonnentage und erinnerte an das Engagement der Menschen, die sich bereits vor 50 Jahren mit Themen wie Solarenergie, Umweltschutz und regionaler Verantwortung beschäftigt hatten.
Axel Mayer erinnerte anschließend mit vielen persönlichen Geschichten an die Anfänge der Bewegung und machte deutlich, wie prägend die Sonnentage für die Umweltbewegung in der Region waren.
Einen Rückblick auf die damalige Zeit gab bot Carola Bury. Sie schilderte den Zusammenhalt der Sasbacher Bevölkerung und die besondere Aufbruchsstimmung bei der Organisation der ersten Sonnentage.
Mit historischen Zeitungsartikeln und zahlreichen Bildern führte Erhard Schulz die Besucherinnen und Besucher durch die Geschichte der ersten Ausstellungen und Veranstaltungen.
Bernward Janzing zeigte anschließend die Entwicklung der erneuerbaren Energien bis heute auf und machte deutlich, welches Potenzial mittlerweile in Solarenergie und regionaler Energieversorgung steckt.
Zum Abschluss sprach Tanja Kast von der Bürgerenergie Kaiserstuhl eG. In ihrem Vortrag spannte sie den Bogen von den ersten Sasbacher Sonnentagen hin zur heutigen Bürgerenergiebewegung. Mit symbolischen Gegenständen – einer Glühbirne, einem Geldschein und einem Kabel – machte sie deutlich, worum es bei der Energiewende heute geht: regionale Wertschöpfung, mehr Unabhängigkeit und die aktive Beteiligung der Menschen vor Ort.


Dabei stellte sie die zentrale Frage, wem unsere Energieversorgung eigentlich gehört – und warb dafür, die Energiewende nicht nur zu diskutieren, sondern selbst mitzugestalten. Besonders die Aussage „Die Energiewende gehört nicht den Konzernen. Sie gehört uns.“ blieb vielen Besucherinnen und Besuchern in Erinnerung. Gleichzeitig zeigte sie auf, welche Chancen sich durch Bürgerenergie für die Region ergeben: Energie dort erzeugen, wo sie gebraucht wird, Wertschöpfung am Kaiserstuhl halten und gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Mit ihrem Schlusssatz knüpfte sie direkt an die Geschichte der Sonnentage an:
„Damals hieß es: ,Nai hämmer gsait.‘ zu Bleiwerk und Atomkraft. Heute heißt es: ,Ja, hämmer gsait.‘ zu Erneuerbaren Energien.
Auch Dieter Elchlepp berichtete über seine politische Arbeit und seinen Einsatz für die Förderung erneuerbarer Energien im Bundestag.
Zum Abschluss dankte Bürgermeister Kopp allen Rednerinnen und Rednern mit einer Flasche Wein. Im Anschluss ergaben sich noch viele Gespräche in geselliger Runde.

Comments are closed