„Wie lange soll die Energiewende noch warten?“

Die Energiewende ist beschlossen. Jetzt muss sie auch umgesetzt werden.

Mit dem neuen § 42c Energiewirtschaftsgesetz wurde erstmals die gesetzliche Grundlage für Energy Sharing geschaffen. Bürgerinnen und Bürger, Kommunen und Bürgerenergiegenossenschaften können damit erneuerbaren Strom künftig gemeinschaftlich nutzen – ein wichtiger Schritt für eine dezentrale und regionale Energieversorgung.

Doch in der Praxis zeigt sich ein anderes Bild: Zahlreiche Projekte können derzeit nicht umgesetzt werden, weil entscheidende Regelungen und technische Vorgaben noch fehlen.

Aus diesem Grund hat die Bürgerenergie Kaiserstuhl eG – BEKA einen Offenen Brief an den Präsidenten der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, sowie an Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche gerichtet.

Warum wir handeln

Als Bürgerenergiegenossenschaft entwickeln wir gemeinsam mit Kommunen, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern konkrete Projekte für eine regionale Energieversorgung. Dabei erleben wir täglich, dass viele Vorhaben nicht an der Technik oder am Engagement scheitern – sondern an fehlender Rechtssicherheit.

Offene Fragen bestehen unter anderem bei:

  • der Bündelung mehrerer Erzeugungsanlagen in Energiegemeinschaften,
  • der Bilanzierung von Strommengen,
  • den Netzentgelten,
  • der Rolle von Direktvermarktern,
  • der Einbindung von Batteriespeichern sowie
  • den technischen Standards für die Marktkommunikation.

Solange diese Fragen ungeklärt bleiben, können viele Projekte nicht wirtschaftlich umgesetzt werden.

Unsere Botschaft

Die Technik ist vorhanden.

Die Projekte sind vorbereitet.

Die Menschen wollen mitmachen.

Jetzt braucht es klare Regeln.

Die Energiewende darf nicht an Bürokratie oder fehlenden Ausführungsbestimmungen scheitern.

Unser Appell

Wir fordern die Bundesnetzagentur und das Bundeswirtschaftsministerium auf, die noch offenen Regelungen zügig zu schaffen und praktikable Rahmenbedingungen für Energy Sharing zu entwickeln.

Jeder Tag, an dem Projekte ausgebremst werden, verzögert den Ausbau erneuerbarer Energien, regionale Wertschöpfung und die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Energiewende.

Es ist bereits 5 nach 12. Jetzt ist Zeit zu handeln.

Unterstütze unser Anliegen! Teile diesen Beitrag oder sprich die politischen Vertreter auf die dringend notwendige Umsetzung des Energy Sharings an.

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