Bahlingen, 15.02.2026 – Wärmepumpe im Altbau – funktioniert das und ist das bezahlbar? Die klare Antwort des Wärmepumpenspaziergangs der Bürgerenergie Kaiserstuhl (BEKA): Ja.

In Kooperation mit dem Landkreis Emmendingen, Team „Energie Zukunft“, öffneten zwei Hausbesitzer in Bahlingen ihre Heizungskeller für 32 interessierte Besucherinnen und Besucher. Statt Theorie gab es Praxis: reale Anlagen, echte Zahlen und persönliche Erfahrungen.

Geführt wurde der Spaziergang von Armin Bobsien (Team „Energie Zukunft“) gemeinsam mit Energieberater Max Jakob, Sprecher der aktiven Ortsgruppe Bahlingen der BEKA. Moderation und Organisation übernahm Manfred Bürkin von der Ortsgruppe Bahlingen.

Die vorgestellten Gebäude – ein Wohn- und Geschäftshaus (Baujahr 1978) sowie ein Mehrfamilienhaus (Baujahr 1994) – zeigen typische Bestandssituationen. Umfangreiche Kernsanierungen waren nicht erforderlich. Die beheizten Flächen liegen zwischen 140 und 280 m², der frühere Heizenergieverbrauch zwischen 20.000 und 38.000 kWh pro Jahr. Teilweise wurden Dachdämmung und Kellerdeckendämmung umgesetzt.

Auslöser für den Heizungswechsel waren steigende Energiepreise, alternde Heiztechnik und der Wunsch nach größerer Unabhängigkeit. Beide Eigentümer berichteten offen über ihren Entscheidungsprozess: unabhängige Energieberatung, Vergleich verschiedener Heizsysteme, Gespräche mit regionalen Fachbetrieben und eine Wirtschaftlichkeitsberechnung unter Einbeziehung staatlicher Förderprogramme.

Den Ausschlag für die Wärmepumpe gaben Zukunftssicherheit, stabile Betriebskosten, Fördermöglichkeiten, CO₂-Reduktion sowie die Kombination mit einer eigenen Photovoltaikanlage. Beide Anlagen sind mit PV gekoppelt und nutzen selbst erzeugten Solarstrom für den Betrieb – das senkt die laufenden Kosten spürbar.

Das Fazit der Gastgeber fällt positiv aus: angenehme Wärme, ruhiger Betrieb und deutlich besser kalkulierbare Energiekosten. Erste Vergleiche zeigen, dass die Heizkosten unter dem früheren Niveau liegen – bei höherer Preisstabilität.

Besonders geschätzt wurde von den Teilnehmenden der offene Austausch. Statt Hochglanzpräsentationen gab es ehrliche Antworten auf praktische Fragen zur Lautstärke, Wirtschaftlichkeit, Dämmstandard und zum Ablauf von Planung und Umsetzung.

Die Bürgerenergie Kaiserstuhl unterstützt Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer beim Umstieg auf eine Wärmepumpe – neutral, praxisnah und regional vernetzt.

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