Energie verbindet · L’énergie nous relie

Was passiert, wenn engagierte Menschen aus Deutschland und Frankreich an einem Tisch sitzen, Ideen teilen und gemeinsam über die Zukunft der Energie sprechen?
Genau das war am 22. Mai 2026 in der Kornhalle Endingen zu spüren.

Zum ersten offiziellen deutsch-französischen Energietreffen kamen Vertreter der Bürgerenergie Kaiserstuhl eG (BEKA), der Centrales Villageoises d’Alsace (CVAC) und von Alter Alsace Énergies zusammen — und schnell wurde klar:
Hier entsteht mehr als nur ein Austausch. Hier wächst eine gemeinsame Bewegung.

Ideen, Austausch und jede Menge Energie

Gruppenbild deutsch/französisches Treffen 22.05.2026

Schon die Begrüßung durch Klaus Schittenhelm machte deutlich, worum es an diesem Abend ging: Menschen zusammenbringen, voneinander lernen und die Energiewende gemeinsam voranbringen — regional, bürgernah und über Grenzen hinweg.

Bürgermeister Tobias Metz begrüßte die Gäste im Namen der Stadt Endingen und sprach über die großen Herausforderungen der kommenden Jahre: steigender Energiebedarf, Stromnetze am Limit, Wärmewende und die Frage, wie Kommunen künftig unabhängiger werden können.

Seine Botschaft:
Die Energiewende gelingt nur gemeinsam — und genau dafür braucht es solche Begegnungen.

Auch Armin Bobsin vom Team Energie Zukunft des Landratsamts Emmendingen betonte die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Er erinnerte daran, dass erste Kontakte zwischen deutschen und französischen Bürgerenergieakteuren bereits vor vielen Jahren entstanden seien und zeigte sich erfreut, dass daraus nun konkrete gemeinsame Perspektiven und Projekte wachsen. Gerade beim Thema Energiewende brauche es starke regionale Netzwerke, gegenseitiges Lernen und den Mut, neue Wege gemeinsam zu gehen.

Bürgerenergie lebt vom Mitmachen

Im Anschluss stellten die beteiligten Organisationen ihre Arbeit und Projekte vor.

Die BEKA zeigte, wie vielfältig Bürgerenergie heute bereits gedacht wird:

  • Photovoltaik auf kommunalen Gebäuden,
  • Speicherlösungen,
  • kleinere Dachanlagen,
  • Wärmeprojekte,
  • regionale Stromideen,
  • Agri-PV
  • und neue Formen gemeinschaftlicher Energieversorgung.

Besonders spannend war das vorgestellte Agri-PV-Projekt in Ihringen: ehemalige Rebflächen könnten dort künftig gleichzeitig Energie erzeugen und landwirtschaftlich genutzt werden — ein echtes Zukunftsprojekt für die Region.

Auch die französischen Partner brachten viele Erfahrungen mit: von Bürgerenergieprojekten auf öffentlichen Gebäuden bis hin zu lokalen Energiegenossenschaften und Eigenverbrauchsmodellen.

Dabei wurde schnell deutlich:
Ob auf deutscher oder französischer Seite des Rheins — die Herausforderungen sind oft ähnlich. Und genau deshalb ist der Austausch so wertvoll.

Ein symbolischer Schritt mit großer Bedeutung

Ein besonderer Moment des Abends war die offizielle Beteiligung der BEKA an der CVAC & umgekehrt.

Mit diesem Schritt wurde die grenzüberschreitende Zusammenarbeit offiziell gestartet — begleitet von viel Begeisterung, Offenheit und dem gemeinsamen Wunsch, künftig konkrete Projekte zusammen auf den Weg zu bringen.

Im Mittelpunkt stehen dabei:

  • gemeinsames Lernen,
  • gegenseitige Unterstützung,
  • neue Projektideen,
  • europäische Fördermöglichkeiten
  • und regionale Wertschöpfung.

Diskussionen, neue Ideen und viele Gespräche

Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein lebendiger Austausch über:

  • Energy Sharing,
  • Netzanschlüsse,
  • Speicher,
  • Förderprogramme,
  • Agri-PV,
  • regulatorische Unterschiede,
  • und die Zukunft regionaler Energieversorgung.

Besonders schön war dabei die Atmosphäre: offen, herzlich und voller Neugier.

Beim gemeinsamen Buffet wurde weiter diskutiert, gelacht und vernetzt. Zwischen Fachgesprächen über Stromnetze und Förderprogramme ging es plötzlich auch um Weinbau, Ehrenamt, regionale Identität und die Frage, wie man Menschen für die Energiewende begeistern kann.

Ein Abend, der Lust auf mehr macht

Am Ende waren sich alle Beteiligten einig:
Dieses Treffen war erst der Anfang.

Die Zusammenarbeit zwischen BEKA, CVAC und Alter Alsace Énergies soll nun weiter wachsen — mit gemeinsamen Ideen, neuen Projekten und regelmäßigem Austausch.

Denn genau darum geht es bei Bürgerenergie:

Nicht abwarten.
Nicht nebeneinander arbeiten.
Sondern gemeinsam Zukunft gestalten.

Energie verbindet — über Orte, Regionen und Grenzen hinweg.

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